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Adelio Sarro


Das Universum Sarro's besteht aus Figuren, aus Landarbeitern, Fischern, Indiofrauen, Mulatten, Müttern mit Kindern und Straßenhändlerinnen. Die schwere Arbeit wird durch Arme und Beine, Hände und Füsse mit aussergewöhnlichen Dimensionen, sowie mit durchwegs ernsten Gesichtern charakterisiert. Aber das Ganze, meistens zusammen mit Werkzeugen oder mit Tieren und Musikinstrumenten, wirkt weich, bunt und harmonisch.
Die verschiedenen Zeitabschnitte von Sarro's Schaffen sind durch ihre Farbtöne sowie weichere und härtere Gesichtsausdrücke gekennzeichnet.
Seine Gemälde, durch die er bekannt wurde, sind typisch südamerikanisch, und seine Kunst ist am ehesten mit derjenigen Portinaris, dessen enorme Wandmalereien im UNO-Gebäude in New York bestaunt werden können, sowie mit derjenigen Diego Riveras und Picassos zu vergleichen.
Die Ähnlichkeit von Sarro's Leben, seiner Kunst und seines Universums zu demjenigen des 1962 verstorbenen Meisters Portinari sind verblüffend. Beide wurden im Landesinneren von Sao Paulo geboren, beide waren seit ihrer Jugend sehr gute Zeichner und von gleichen Themen und auch Sarro hat ein Bild gemalt, zum aktuellen Thema der Globalisierung, das im Jahre 2003 am World Economic Forum in Davos ausgestellt wurde und wofür sich nun die UNO interessiert.
Was Sarro's Farben und Farbkombinationen anbelangt, so wurde immer wieder und auch schon in seinem ersten Buch über sein magisches Blau geschrieben. Dieses betörende Van Eyck Blau und seine Variationen, wie auch die unerhörte Leuchtkraft aller anderen Farben erreicht Sarro durch das zum Grundprinzip erhobene Spiel der Transparenz; es gelingen Plastizität der Darstellung, wie sie einst die Alten Meister erzielten.
Das Licht durchdringt eine Vielzahl "geologischer Schichten" bis zum elfenbeinfarbigen Kreidegrund, der die Leuchtkraft und den Glanz der Farben aus der Tiefen verstärkt. Kunstkritiker haben Sarro schon mehrfach über sein Blau mit den verschiedenen Variationen ausgefragt, aber Sarro konnte die Fragen nie richtig beantworten. In seinen vielen weltweit gehaltenen Workshops in Schulen zeigt er aber offen all seine Farbmischungen und seine Technik und beweist damit sein enormes künstlerisches Talent und sein Können.
Um allen den Zugang zu seiner Kunst zu ermöglichen stellt Sarro das Universum seiner Figuren auch in monumentaler Form, als Betonskulpturen oder grossen Reliefs dar, die meist an öffentlichen Plätzen zu finden sind.
Seine Themen sind und bleiben figurativ, aber das Ganze wird öfters in einem ganz modernen Stil präsentiert. In Brasilien gibt es schon über hundert monumentale Skulpturen oder Reliefs, wobei besonders der Kreuzweg der imposanten und sehr bekannten katholischen Kirche in Aparecida zu erwähnen ist.
Seit ein paar Jahren zeigt Sarro nun sein Universum auch in Form von kleineren Bronzeskulpturen mit meist modernen Konzepten und hat in Deutschland im bekannten Glasstudio Derix zu ersten Mal auf Glas gemalt.

Während sich das Sarro's Kunst langsam, mit immer neuen Projekten, weltweit verbreitet, arbeitet der Künstler nun an einer thematischen Museumskollektion, und es ist anzunehmen, dass sein malerisches Universum bald in Museen von verschiedenen Ländern und Kontinenten gezeigt werden wird. Die erste Austellung, mit dem Thema "die Globalisierung der Amerikas", wird im Museum "Dragão do Mar" in der brasilianischen Metropole Fortaleza im August 2005 eröffnet werden.


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